Hervorgehoben

BUNDESTAGSWAHL 2021

„Diese Wahl ist eine kollektive Wirklichkeitsverweigerung“, sagt der Soziologe und Publizist Harald Welzer in einer TV-Gesprächsrunde. Er meint damit, dass Wähler*innen über Parteien und Richtungen hinweg weitgehend in dem Wunsch übereinstimmen, es möge in diesen Zeiten möglichst vieles so lange wie möglich bleiben wie es ist.

Unmut

Unmut macht sich breit!

PR-Event nennt Greta Thunberg die kürzlich in Glasgow abgehaltene UN-Klimakonferenz. In der Nähe einer unabwendbaren globalen Menschheitskrise konstatiert sie ihr Versagen, das ihre und das der Konferenz, wenn nicht ganz schnell aus „Blablabla“ Taten werden, die uns Menschen wesentlich verändern. Die Aussichten sind gering.

Um uns aus Gelaber und Ohnmacht herauszulocken, nennt der medial gehypte US-amerikanische Schriftsteller Jonathan Foer in seinem neuen Bestseller „Wir sind das Klima“ vier gar nicht neue Trends, die endlich behandelt werden müssen, wenn uns die Klimakrise nicht in die eigene existenzielle treiben soll: Autofahren, Flugzeugreisen, Fleischessen und unsere schiere Anzahl.

Prognosen, wohin der Unmut aus der COVID-19-Pandemie die Menschheit noch führt und wie nachhaltig sie unsere Lebensweise verändern könnte, übergebe ich, mitten im Schlamassel, sehr gern der Phantasie des Lesers dieser Zeilen. Weiterlesen

im Angesicht des Klimawandels

“Wir leben in einer Kultur historisch beispielloser Aneignung, in der wir ständig aufgefordert werden, irgendetwas zu erwerben – und das auch häufig können. Wir werden aufgefordert, uns darüber zu definieren, was wir haben: Eigentum, Geld, Views und Likes. Aber unser wahres Ich zeigt sich darin, was wir loslassen.“

Das konstatiert in seinem 2019 erschienenen Buch „Wir sind das Klima“ der US-amerikansichen Autors Jonathan Safran Foer. Aus einem Vortrag des deutschen Neurobiologen Gerald Hüther aus dem gleichen Jahr entnehme ich den Satz:

„Ein Wirtschaftssystem, was auf Wachstum ausgerichtet ist und was vom Konsum der Leute lebt, kann nur funktionieren, wenn die Leute immer blöder werden.“

Sind Bemerkungen dieser Art der Anfang von etwas oder sind es die letzten Zuckungen eines grandiosen UnSinns, der gar nicht abschreckend genug sein kann, als dass ich mich nicht immer wieder willig von ihm einnehmen ließe und Willens wäre, ihn bis zur Neige auszukosten?

Wetter?Wandel

850 Jahre alt ist der Ort Risch im Schweizer Kanton Zug. 20 Kilometer von Luzern entfernt, bewohnen ihn seit 2012 mehr als 10 000 Einwohner. Er will aber weiter ‚Gemeinde‘ heißen statt ‚Stadt‘. Siegt hier der Stolz auf Herkunft über das Faszinosum des Wachstums? Auch die Begeisterung am Zusammenschluss mit der benachbarten Kleinstadt Rotkreuz, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts weitet und seit Ende des vorigen ein wichtiger Pharma-Standort ist, hält sich in Grenzen. Indizien wofür? Weiterlesen

„Louise en hiver“

In den Auftakt eines entsetzlichen Jahrzehnts hineingeboren, im Jahr 1939 im französischen Besançon, egalisierte Jean-François „Jef“ Laguionie diese Bürde, indem er Theatermann, Animator, Filmregisseur und schließlich Produzent wurde. Inzwischen ist er 81 Jahre alt, 46, als er 1985 seinen ersten abendfüllenden Animationsfilm schuf und, gewiss nicht ungeachtet Andy Warhols „Factory“, das Animationsstudio „La Fabrique“ gründete. Weiterlesen

Veröffentlicht unter WERKE